Osteopathie für Frauen !

Ich behandle seitdem ich selbständig bin – seit dem Jahr 2002 – viele Frauen in meiner Praxis osteopathisch, und habe dabei viele Erfolge. Das bedeutet, durch osteopathische Behandlungen gepaart mit naturheilkundlichen Mitteln ist es möglich, Frauen aller Altersstufen zu unterstützen:
– Junge Mädchen, die grade in die Pubertät kommen, kommen häufig mit beidseitigen Knieschmerzen. Oft nachdem sie eine Odyssee bei Orthopäden, Physiotherapeuten und anderen schulmedizinisch arbeitenden Menschen hinter sich gebracht haben und die Symptome immer noch da sind. Woran liegt das? Es ist ganz einfach: die Knieschmerzen sind nur ein Symptom, oft eine Auswirkung von in Wirklichkeit Problemen im kleinen Becken. Grade zu Beginn der Zyklustätigkeit ist es oft so, daß die Strukturen mit Mikroentzündungen im Gewebe reagieren und dadurch Verklebungen entstehen und durch die Schmerzen auch Verspannungen. Durch osteopathische Techniken, die im Bauchbereich angewendet werden, kann das Gewebe wieder entspannen, und die Durchblutung in und aus dem Becken wird verbessert, die Schmerzen verschwinden, meist dauerhaft.
– Junge Frauen und Frauen mittleren Alters: Hier liegt das Gleiche vor: Verklebungen und Verspannungen im Gewebe des kleinen Beckens. Die Symptome können sein: sehr schmerzhafte Regel, mit oft auch sehr starker und langer Blutung. Diese geht oft einher mit starken Unterleibskrämpfen, Übelkeit und Erbrechen und Durchfälle. Bei manchen geht dieses mit hormonbedingter Migräne einher. Diese Frauen liegen jeden Monat 1-3 Tage oder auch länger im Bett, und sind richtig krank. In meiner Praxis sind das Patienten, die sehr dankbar sind, wenn sie diese Probleme los sind.
– Frauen während und/oder nach der Schwangerschaft: In dieser Zeit kann man osteopathisch sehr gut unterstützen, und dafür sorgen, daß die Frauen entspannt in die Geburt gehen können, oder wenn kleine Kinder zu Hause sind, keine größeren Schäden an Gelenken und Wirbelsäule erfahren werden. Mir fällt auf, daß diese Frauen meist Probleme in beiden Gelenken haben: beide Schultern, beide Daumen, beide Ellbogen….verursacht durch das Tragen des Säuglings, bzw. Kleinkinds.
– Frauen in der Menopause: Schwitzattacken, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Fettleibigkeit, geschwollene Extremitäten, Haarausfall, bis hin zu Problemen, den Urin halten zu können: das kann in den Wechseljahren auftreten. Auch hier arbeite in gern an der Durchblutung in und aus dem Becken, oft sieht man die Durchblutungsstörungen an den unteren Extremitäten, die entweder geschwollen sind, oder sehr blass bis marmoriert aussehen. Parallel dazu unterstütze ich diese Frauen gern mit Yamswurzel und anderen sehr guten pflanzlichen Mitteln.
Die Yamswurzel oder Dioscorea villosa oder Diosgenin!

Die wilde Yams ist weltweit in tropischen oder gemässigten Gebieten verbreitet. Der Wirkstoff, das Diosgenin ist in seiner Molekularstruktur dem Progesteron ähnlich. Das Progesteron ist ein Hormon, das in der 2. Zyklushälfte der Frau seine Aufgaben hat, und in der Schwangerschaft. Darüberhinaus spielt Progesteron eine Rolle für das Gehirn, es kann stimmungsaufhellende Wirkung haben, es spielt eine Rolle beim Stoffwechsel, hat also Einfluss auf die Schilddrüse. Darüberhinaus kann Progesteron als Gegenspieler des Insulins einen günstigen Einfluss auf die Gewichtsregulierung haben. Es kann auch stresslösend wirken.
Nun kommen wir zum Diosgenin: ich zitiere hier einen Auszug aus einer Veröffentlichung einer österreichischen wissenschaftlichen Arbeit:
„Der in der Knolle enthaltene Wirkstoff Diosgenin, ein Saponin, das dem körpereigenen Hormon Progesteron ähnelt, findet in der Naturheilkunde Anwendung. Wie Progesteron unterstützt und harmonisiert Diosgenin die körpereigene Hormonbalance. Der Gattungsname der Yamsgewächse Dioscorea geht auf den griechischen Arzt Dioskurides zurück. Da die Herstellung des synthetischen Progesterons aus der Vorstufe Diosgenin erfolgt, wird seit langem diskutiert, ob dieser Umwandlungsprozess auch im menschlichen Organismus stattfindet. Die positiven Effekte auf die Hormonbalance aus der therapeutischen Erfahrung und Ergebnisse von Tierversuchen sprechen allerdings zunehmend dafür. So konnten bei Ratten die Effekte einer Ovariektomie durch Diosgeninsubstitution ausgeglichen werden. Dies betrifft das Nierengewebe (1), die Nebennieren (2) sowie das Knochengewebe (3). In vivo konnte ein positiver Effekt bei glukortikoidinduzierter Osteoporose festgestellt werden (14).
Zudem kann Diosgenin an Rezetoren gebundenes Östradiol verdrängen (4) und dadurch – wie die bekannten Phytohormone – eine östrogenmodulierende Wirkung ausüben. Der erfolgreiche Einsatz von Yams in der Erfahrungsheilkunde kann offenbar auch durch andere Eigenschaften des Diosgenins erklärt werden. So verbessert Diosgenin die antigenspezifische IgG2a- und IFN-Expression und fördert dadurch die Abwehrfähigkeiten (5). Einige In-vitro- und In-vivo-Studien befassen sich mit der antikanzerogenen Wirkung von Diosgenin. Diosgenin hat eine hemmende Wirkung auf hepatische Tumorzellen (6) und unterbindet die Proliferation von Tumorzellen (7). Dies wurde auch für Leukämiezellen demonstriert, bei denen Diosgenin die Zellvermehrung blockiert und Apoptosis induziert (8).
Über die Öffnung der Ca2+-Kanäle in den Nervenmembranen beeinflusst Diosgenin den Calciumeinfluss in die Nervenzellen und kann dadurch die neuralen Aktivitäten modulieren (9). Neben der hormonellen Steuerung könnten die positiven Effekte von Yams auch über die neuralen Systeme verlaufen. Yamswurzel und ihre Inhaltsstoffe könnten auch für die Behandlung von erhöhten Cholesterinwerten in einem ganzheitlichen Therapiekonzept von Interesse sein.
Im Tierversuch zeigt Diosgenin signifikante therapeutische und präventive Effekte bei Hypercholesterinämie (10) (11). Bei östrogeninduzierter Hypercholesterinämie kann Diosgenin ebenfalls den Cholesterinspiegel senken. Dies geschieht über eine gesteigerte Produktion von Gallensäuren, die wiederum mit der hormonellen Balance im Zusammenhang zu stehen scheint (12). Neben einer Verbesserung des Lipidprofils konnte zudem eine Erhöhung des antioxidativen Status durch Diosgeningaben bewirkt werden (13). Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Nebenwirkungen bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Kontraindikationen bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.“
Für diejenigen, die Verständnis-Schwierigkeiten haben: Diosgenin wirkt günstig bei Osteoporose, bewirkt auch einen Östrogenanstieg, Immunsystem-anregend, und dadurch auch ein Schutz vor der Ausbildung von Tumorzellen, Nervenzellaufbauend, Cholesterinsenkend, verhindert die Verbreitung von „schlechten Fetten“ in den Zellen.
Ich unterstütze schon seit vielen Jahren mit Yamswurzelcreme oder Gel Frauen mit schmerzhafter Regel und in den Wechseljahren sehr erfolgreich. Ich empfehle die Gabe transdermal, d.h. über die Haut, am Besten Auftragen auf der Innenseite der Unterarme. Das ist deswegen sinnvoll, weil Hormone, auch das Progesteron, über die Leber abgebaut werden. Gibt man es über die Haut, geht es direkt ins Blut und damit dann schnell an Ort und Stelle.
Das alte Kräuterwissen der Frauen

(das Bild ist nicht ganz ernst gemeint……)
Vor allem seit dem Mittelalter ist bekannt, dass Kräuterfrauen besonders  in ländlichen Gegenden gefragt waren, wo keine Ärzte ansässig und ohnehin zu teuer für die unteren Gesellschaftsschichten waren. Die Apotheker ließen von Kräuterfrauen die für Arzneimittel benötigten Kräuter sammeln, doch stellten diese auch eine Konkurrenz für die Apotheken dar, weil sie ihre Kräuter und selbsthergestellten Arzneien selber verkaufte. Mythen und Märchen, die sich um die mittelalterlichen Hexen ranken, entsprangen häufig dem Gebrauch psychotroper Pilze.
Schon im Mittelalter kochten Kräuterfrauen Weidenrinde auf und verabreichten den Acetylsalicylsäure-haltigen Weidensaft als schmerzstillendes Mittel. In den Hexenprozessen waren neben Hebammen auffallend viele Kräuterfrauen unter den Opfern. Katharina Kepler soll eine Kräuterfrau gewesen sein und im Jahre 1615 wegen Hexerei eingekerkert. Matilda Joslyn Gage (1826–1898) war eine der Ersten, die in den Hexen weise Kräuterfrauen und Heilerinnen sah, die gegen den Willen der Kirche den Schwangeren zu einer Schmerzlinderung bei der Geburt verhelfen konnten.
Der britische Arzt William Withering veröffentlichte 1785 eine Studie über Digitalis purpurea, nachdem er von der Droge des Purpurnen Fingerhutes aus den Aufzeichnungen einer alten Kräuterfrau erfahren hatte, die Wassersüchtige damit behandelte.
Alexander Tschirch berichtete 1909 über die „Drogensammler“ (die sich Kräutersammler, Wurzelgräber und Botaniker nannten), dass es zu Verwechslungen kommen konnte, beispielsweise wurde das Rhizom von Aspidium spinulosum statt des Aspidium filix gesammelt.
Karl Friedrich Mohr (1806–1879) wird folgende Aussage zugesprochen „Eine Kräuterfrau gilt dem Apotheker mehr als ein gelehrter Professor!“
Heutiges „Thema der Woche“: Sogenannte „Supplements“ oder „Nahrungsergänzungsmittel“, sinnvoll oder nicht?:

Ja, warum widme ich diesem Thema jetzt Zeit und Energie?….Weil hier – meiner Meinung nach – viel schief läuft, weil die Industrie, die diese Mittel herstellt sehr mächtig ist und Aufklärung rar ist. Leider ist in der Schulmedizin dafür wenig Zeit, die Menschen aufzuklären, daher trage ich hier jetzt mal einige Fakten zusammen:
Zunächst mal: diese Mittel gelten NICHT als Medikamente, sondern als Nahrungsmittel. Und zwar egal, wo Sie sie kaufen, auch aus der Apotheke sind es KEINE Medikamente!
Und: es gibt nur 2 Gründe, die einen sinnvollen Einsatz solcher Mittel rechtfertigen: Wenn ein nachgewiesener Mangel vorliegt oder in bestimmten Lebenssituationen: zum Beispiel in der Schwangerschaft oder wenn ein alter Mensch bettlägerig ist. Ansonsten ist die Einnahme solcher Mittel mit Vorsicht zu genießen, ganz egal – auch wenn der Hersteller schwört, daß alles ganz natürlich und Bio und und und ist….ich glaube so etwas eigentlich nie. Wenn man nach Studien fragt, gibt es nie welche, denn die Gewinnspanne ist am Größten, wenn diese Mittel im Labor zusammengemixt werden.
BITTE – bevor sie zu solchen Mitteln greifen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, denn man KANN ÜBERDOSIEREN, und das kann richtig gefährlich werden. Oder der, der einnimmt hat eine Erkrankung, die eine Einnahme kontraindiziert. Hier einige Infos:
Natrium: Überdosierung kann zu starkem Durst, Erbrechen, Muskelzittern, Verwirrtheit, Schwindel und in schweren Fällen zu Koma, Herzversagen oder Tod führen, in kleineren Mengen das Risiko für Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen bewirken. Menschen, die solche Erkrankungen bereits haben, sollten die Finger davon lassen. Man sollte auch wissen, daß Natrium Wasser an sich bindet und damit Wasseransammlungen im Körper (Ödeme) fördert. Menschen, die bereits an so etwas leiden, auch Finger davon lassen.
Kalium: Überdosierung kann zu Muskelschwäche, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand führen. Die Überschreitung der Kaliumzufuhr ist meist nur mit Kaliumpräparaten oder bei Nierenproblemen möglich, da der Körper überschüssiges Kalium aus der Nahrung normalerweise ausscheidet. Symptome können auch Magen-Darm-Beschwerden sein.
Magnesium: Überdosierung kann zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit, Schwindel, Blutdruckabfall, Muskelschwäche, Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen führen. In sehr schweren Fällen sind sogar Bewusstseinsstörungen und Herzstillstand möglich.Â
ß-Carotin: erhöhtes Krebsrisiko
„Nutzen nicht nachgewiesen – im Gegenteil
Studien haben untersucht, ob antioxidative Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich helfen, länger zu leben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen meist täglich und zum Teil über viele Jahre ein oder mehrere Antioxidantien ein. Sie führten ihrem Körper so wesentlich höhere Mengen dieser Stoffe zu als über eine normale, ausgewogene Ernährung.
Die Forschungsergebnisse widerlegten die Vermutung, dass antioxidative Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, länger zu leben. Im Gegenteil: Die Auswertung der Studien zeigte, dass die Einnahme von Vitamin A, E und Betacarotin das Leben eher verkürzt. Allerdings ging aus den Studien nicht genau hervor, woran die Menschen starben – die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Stoffe das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Aufgrund dieser Ergebnisse verlangt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum Beispiel von allen Herstellern von Vitaminpräparaten, die Beimischung von Karotinen zu begrenzen.
Selen und Vitamin C erhöhten die Sterblichkeit nicht. Es gab aber auch keine Belege, dass sie vor einem früheren Tod schützen.
Die Mittel verlängern also nicht das Leben – aber machen sie trotzdem gesünder? Studien haben nicht nur die Sterblichkeit untersucht, sondern auch, ob Nahrungsergänzungsmittel vor Erkrankungen schützen. Sie fanden keine ausreichenden Belege, dass die Mittel das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infektionen senken. Sie zeigten auch, dass Vitamin C entgegen der verbreiteten Annahme Erkältungen nicht vorbeugen kann….“
Ich könnte die Liste endlos weiterführen….Zusammenfassend möchte ich Sie/Euch zum Nachdenken anregen. Bitte erstmal beim Arzt 1-2x jährlich Blut abnehmen lassen und Mineralstoffe, Spurenelemente, etc. bestimmen lassen. Wenn kein Mangel vorliegt, BRAUCHEN SIE KEINE NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL!!! Wenn ein Mangel vorliegt, bitte am Besten mit auf Pflanzen basierten Produkten arbeiten. Es gibt z.B. ein Eisenpräparat, das nachgewiesenermassen aus Pflanzen und Wurzeln hergestellt wird. Es ist auch ein Saft, den man trinkt, keine Tablette. Bevor sie auf eigene Verantwortung Präparate einnehmen wollen, fragen Sie wenigstens nach Studien, die ihnen zeigen, aus welchen Substanzen die Präparate hergestellt werden. Doch im Labor? Dann Finger weg davon.
Das allerbeste ist eine Ernährung, die ausgewogen ist und frisch. Keine fertigen Lebensmittel. Und abwechslungsreich! Dann brauchen Sie diese Sachen eh nicht. Und: interessant ist, daß die Einnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen über Lebensmittel nicht überdosiert werden kann, der Körper scheidet Überschüssiges einfach aus.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit, bis zum nächsten Mal!
Ihre / Eure Ingrid
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Das Herz

Interessante Frage: wie und wenn überhaupt ist das Herz beeinflussbar mit osteopathischen Mitteln? Ja, ist es!! Auf jeden Fall indirekt über Faszienzüge, ich arbeite sehr gern mit Techniken, die den Brustkorb vorne öffnen. Das wirkt sich vor allem sehr gut bei Menschen aus, die am Herzen operiert wurden und im Bereich des Brustbeins Narben haben. Dann ist das Herz beeinflussbar über Behandlungen von dem 2. bis 3. Brustwirbel und und 2. und 3. Rippe. Darüberhinaus die Behandlung der Zentralsehne, die über die Körpermitte über das Herz nach unten zieht. Ich lasse – vor allem bei Behandlungen des Herzraums – gerne die Patienten tief und ruhig atmen. Das beeinflusst das Zwerchfell positiv.Â
Alle Strukturen, die sich an der sogenannten „oberen Thoraxapertur“ befinden, wie Schlüsselbeine, Schulterhöhe, Trapeziusrand, bis 1. Brustwirbel können sich bei Mobilisation günstig auf das Herz auswirken.
Wenn Patienten zu mir kommen, haben sie in der Regel schon alle Untersuchungen und Tests beim Arzt absolviert und sind in der Regel gut schulmedizinisch eingestellt. Das ist bei Herzgeschichten auch Voraussetzung für eine osteopathische Behandlung des Herzens.
Oft ist alles abgeklärt, und trotzdem reagiert das Herz mit „Herzrasen“ oder mit „Herzstolpern“ zum Beispiel, vor allem bei Stress. Da kann man gut helfen mit Osteopathie, darüberhinaus gebe ich dem Patienten noch Übungen mit nach Hause zur Öffnung des Brustkorbes, Atemübungen und naturheilkundliche Medikamente zur Herzunterstützung.Â
Manchmal ist es auch günstig, seinen Lebensalltag ein wenig zu entschleunigen und öfter Zeit für sich zu haben und für Bewegung, wie z.B. ein Spaziergang im Wald.
Heilpflanzen für das Herz
Digitalis
Die bekannteste Heilpflanze für das Herz ist der blaue Fingerhut oder Digitalis (Bild siehe oben). Da diese Pflanze hochgiftig ist in all ihren Anteilen, ist Digitalis verschreibungspflichtig. Ich sehe Digitalis oft in Gärten oder im Wald und wundere mich, daß es erlaubt ist……In der Naturheilkunde arbeitet man gern mit einem weiteren Herzglykosid, das weniger gefährlich ist, der Weißdorn oder Crataegus. Mit Weißdorn unterstützt man gern die Herz-/Kreislauffunktion. Ein „vergessenes“, früher oft angewandtes Herzglykosid ist Strophantus. Strophantin, der Wirkstoff der Strophantus-Samen, leistet bei funktionellen und nervös bedingten Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und leichten Formen der Herzinsuffizienz gute Dienste. War es lange Zeit ein weit verbreitetes pflanzliches Arzneimittel, wird es heute überwiegend homöopathisch eingesetzt, da es als Urtinktur schwer zu dosieren ist. Strophantin verlangsamt den Herzschlag und stärkt die Herzkraft. In den letzten Jahren ist das Interesse der Wissenschaft an Strophanthin wieder etwas gestiegen, da Studien darauf hinweisen, dass Strophanthin bei zahlreichen Prozessen im Körper eine Rolle spielt. So wird z.B. diskutiert, ob Strophanthin u.a. einen Effekt auf das Gehirn, bei Alzheimer, Schädel-Hirn-Traumata oder Schlaganfällen hat.Â
Strophantus
Geschichtliches: Das Herz im Laufe der Zeit
Zeichnung des Herzens von Leonardo da Vinci
Lange Zeit war dem Organ Herz viel Mystik zugeordnet worden. Es wurde sehr lange bei bedeutenden Persönlichkeiten separat beerdigt. Man verstand lange nicht, wie es funktioniert, und eigentlich bis heute wird dem Herzen über seine anatomische Aufgabe hinaus übersinnliche Fähigkeiten zugeordnet.
Marcello Malpighi (1628–1694):
..Thema: noch mehr über das Herz

Wenn ich so manchen Menschen zuhöre, wie man so sagt: „habe mein Herz verschenkt“, er/sie „hat mein Herz gebrochen“, usw….da muss ich mich immer sehr wundern…..warum schwächen die Menschen sich selbst, indem sie einem anderen Menschen etwas überlassen, was sie DRINGEND selbst brauchen??? Dann kommt noch dazu, daß der andere Mensch ja schon selbst ein Herz hat! Auch so mancher Musiktitel trägt zu dieser „Kultur“ bei. Da wird fröhlich geträllert, man kann ohne den Anderen nicht leben und hat sein Herz verloren, usw. usw. Gesund und menschlich stärkend ist das nicht, im Gegenteil. Worte haben immer eine Energie, in die man sich begibt. Und hier höhlt steter Tropfen den Stein!
Eine starke tragende Beziehung zwischen zwei oder mehreren Menschen sollte immer auf Stärke und Bewußtsein basieren. Unsere Herzen sind stark und wissend!!! Und JEDER braucht das Herz für sich!!! Es ist doch viel schöner und reifer und bewußter, wenn sich Menschen mit allem was sie haben und sind begegnen, und nichts vorher abgeben! Ich jedenfalls wünsche mir das für alle Menschen und auch für mich! Wer kann das schöner, poetischer und vollendeter sagen, bzw. schreiben, als Marianne Williamsen in ihrem wunderbaren Gedicht:
„Unsere tiefste Angst ist nicht
ungenügend zu sein.
Unsere tiefste Angst ist
daß wir über alle Maßen kraftvoll sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,Â
die wir am meisten fürchten.
Wir fragen uns: wer bin ich denn,
um von mir zu glauben, daß ich brillant,Â
großartig, brillant und einzigartig bin?
Aber genau darum geht es,
warum solltest du es nicht sein?
Du bist ein Kind Gottes,
Dich klein zu machen dient nicht der Welt.
Es zeugt nicht von Erleuchtung dich zurückzunehmen
nur damit sich andere Menschen um dich herum nicht verunsichert fühlen.
Wir sind alle aufgefordert wie die Kinder zu strahlen.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns liegt
in die Welt zu bringen.
Sie ist nicht in einigen von uns
sie ist in jedem.
Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen,
geben wir anderen Menschen unbewußt die Erlaubnis
das Gleiche zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,Â
befreit unser Dasein automatisch die Anderen.“
In diesem Sinne wünsche ich allen – von ganzem Herzen!!! – eine wunderbare Sonnen- Sommerzeit. Bis bald, bis zum nächsten Eintrag,
Eure Ingrid
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Das Kiefergelenk

Welche Beschwerden können auf eine Störung des Kiefergelenks hinweisen?
Es kann sich auf vielfältige Weise äußern. Oft treten in erster Linie als Symptom Kopfschmerzen auf, die als Spannungskopfschmerz vom Hinterkopf ausgehen und auch den Nacken- und Schulterbereich betreffen. Ebenso kann Migräne darin begründet sein. Typisch sind zudem Schmerzen im Gesichtsbereich wie beispielsweise verspannte Wangen.
Weitere Anzeichen können sein:
- Nackenschmerzen und -verspannungen
- Schulter- und Rückenschmerzen
- Schwindelattacken
- Ohrengeräusche (Tinnitus)
- Schmerzen im Ohrbereich, vor allem bei Kieferbewegungen
- Zahnschmerzen
- Schmerzen und/oder Knacken im Kiefergelenk
- eingeschränkte Kiefermobilität bzw. eingeschränkte Mundöffnung
- Sehstörungen
- Schluckbeschwerden
- Stimmveränderungen
- falscher Biss
- Zähneknirschen und -pressen
Grundsätzlich können in nahezu allen Bereichen des Körpers Beschwerden auftreten, auch an vom Kiefer weit entfernten Körperstellen:
- Ellbogen- und Knieschmerzen
- Taubheitsgefühle in den Armen und Fingern
- Beckenschiefstand
Eine Kiefergelenkstörung stellt auch für die Psyche eine Belastung dar, weshalb es ebenfalls zum Auftreten mentaler Symptomatik kommen kann:
- Konzentrationsschwäche
- mangelnde Leistungsfähigkei
Weshalb fällt eine Kiefergelenkstörung vor allem bei Kindern und Jugendlichen häufig nicht auf?
Sie hat viele Facetten und die Vielschichtigkeit der Symptome erschwert häufig die Diagnose. Besonders Kinder und Jugendliche, die Anzeichen einer Kieferdysfunktion zeigen, rutschen oft durchs Raster. Rücken- oder Knieschmerzen werden mit dem Wachstum in Verbindung gebracht und Migräne tritt vor allem bei Mädchen in der Pubertät ohnehin häufiger auf. Anstatt einen Zusammenhang zum Kiefer zu suchen, werden die Symptome daher oft einseitig behandelt.
Ein weiterer Grund ist, dass sich im Kinder- und Jugendalter der gesamte Organismus noch besser an Störfaktoren anpassen kann. Das bedeutet, dass bei den jüngsten Patienten die klassischen Beschwerden wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Ohrgeräusche schlicht nicht auftreten. Falls doch, können vor allem Kinder ihr Leid oft nicht richtig benennen. Erst im späteren Teenager-Alter äußern sich die Symptome. Häufig bringt Stress, körperliche Anspannung oder ein veränderter Biss die Beschwerden zum Vorschein.
Insbesondere möchte ich erwähnen, daß Zahnspangen Auslöser für Störungen sind. Immer! Ich rate Eltern dazu, die Phase während der kieferorthopädischen Behandlung osteopathisch begleiten zu lassen. Eine Behandlung einmal monatlich hilft dabei, auch langfristig und später auftretende Störungen zu vermeiden.
Heilpflanze: Weißdorn (Crataegus)

Heute gilt als wissenschaftlich gesichert, dass Extrakte aus Weißdornblättern- und Blüten die Durchblutung der Herzkranzgefäße und des Herzmuskels verbessern und die Kontraktionsfähigkeit des Herzens positiv beeinflussen. Damit kann Weißdorn das Altersherz dauerhaft stärken und zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen. Untersuchungen konnten bestätigen, dass die enthaltenen oligomeren Procyanidine die durchblutungsfördernde Wirkung von Weißdorn auf die Herzkranzgefäße und den Herzmuskel bewirken. Den Flavonoiden in Crataegus verdanken wir die Steigerung der Herzkraft.
Auch Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Patienten mit funktioneller Herzschwäche von Weißdorn-Extrakten profitierten können. Beschwerden wie vorübergehend auftretende nervöse Herzbeschwerden, leichte Kurzatmigkeit bei körperlichen Belastungen oder Herzrhythmusstörungen können durch die Gabe von Crataegus positiv beeinflusst werden.
Weißdornblätter mit Blüten können in Form von Tee, Tabletten, Kapseln, Dragees und Tropfen oder als Frischpflanzenpresssaft verabreicht werden. Weißdornfrüchte sind ebenfalls als Tabletten, Dragees, Kapseln und als Tropfen erhältlich.
Weißdorn steht zusammen mit dem Gänseblümchen (Bellis perennis) und dem Fingerhut (Digitalis) in der Reihe der herzstärkenden Heilpflanzen.
Geschichtliches: Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen (1098-1179) war eine herausragende Persönlichkeit, die ihrer Zeit weit voraus war. Aus medizinischer Sicht forschte und entwickelte sie Heilmittel, die heute noch genutzt werden.
Hildegard von Bingen verfasste auch medizinische Abhandlungen, basierend auf ihrem Kräuterwissen. Ihr Werk „Causae et curae“ setzt sich beispielsweise mit Entstehung und Behandlung verschiedener Krankheiten auseinander.
Hildegard brachte die medizinische Tradition ihrer Zeit mit dem Heilkräuterwissen aus der Volksmedizin zusammen und schuf so eine vollkommen neue Volksmedizin. Ihre Heilmethoden erfuhr sie nach eigenen Angaben auch durch göttliche Visionen, in denen sie die Wirkung von Heilpflanzen oder auch gesunder ganzheitlicher Ernährung erkannte.
Neben Heilpflanzen und Kräutern spielten Gewürze eine große Rolle im Leben der Äbtissin. Ingwer, Bertram, Galgant und andere längst vergessene Gewürze kamen bei ihr zum Einsatz. Teils wurden sie pulverisiert und in einen Teig aus Dinkel verknetet. Daraus ließ Hildegard von Bingen Rollen formen und sie in der Sonne trocknen. Diese Küchlein wurden als Krankenkost verwendet.
Hunderte Heilkräuter kommen in den Büchern Hildegard von Bingens vor, darunter auch zwei ihrer Lieblingsgewürze: Bertram und Galgant. Beide kamen nahezu täglich auf den Tisch, Bertram wegen seiner positiven Wirkung auf die Verdauung, Galgant wegen seiner durchblutungsfördernden Funktion und seiner Hilfe bei Magenleiden und Verstopfung.
Hildegard war für viele Menschen schon zu Lebzeiten eine Heilige – auch aufgrund ihrer medizinischen Kenntnisse. 2012 wurde sie von der katholischen Kirche offiziell in den Heiligenkalender aufgenommen.
Ein zweiter Meilenstein in der Lebensgeschichte Hildegard von Bingens ist die Gründung des Klosters Rupertsberg. Um 1150 bezog sie mit ihren Schwestern die neue Wirkungsstätte. Diese führte sie so erfolgreich, dass sie den Neid anderer Klosteräbtissinnen auslöste und immer wieder gegen Gerüchte und Missgunst ankämpfen musste. Ihr selbstbewusstes Auftreten führte gleichzeitig zu einem hohen Bekanntheitsgrad.
Thema: Das Jetzt

Heute möchte ich den Focus meiner Leser auf einen ganz wichtigen Aspekt legen: das Hier und Jetzt. Ich als Osteopathin erlebe täglich, wie zerfahren und nervös die Menschen in meine Praxis kommen. Wie schwer es dem Einzelnen fällt, sich auf seinen Atem zu konzentrieren und dem Gedankenkarussell keine Beachtung mehr zu schenken. Wie schwer es vielen Menschen fällt, sich selbst spüren zu lernen, statt sich ablenken zu lassen vom Lärm der Welt. Das alles führt dazu, daß man krank wird. Ich nenne es immer „Eigenpflege“, um gesund zu bleiben an Körper und Psyche: Jeden Tag 10-15 Minuten Zeit nehmen, sich hin setzen eine Kerze anzünden und den vollständigen Atem atmen: von den oberen zu den unteren Rippen bis in den Bauch und zurück. Durch die Nase, so daß der Bauch sich sanft wölbt und senkt. An nichts Anderes denken als an das Atmen. Das ist der erste Schritt. Darüberhinaus immer nur seine Aufmerksamkeit dem schenken, was man grade tut: wenn man spült, spült man, wenn man telefoniert tut man nur das, wenn man spazieren geht, die Aufmerksamkeit nur dem Spaziergang widmen, usw. Damit lernt man Achtsamkeit. Nur dann lebt man wirklich. Das Hier und Jetzt bietet uns an, mit allen Sinnen aufzunehmen und zu tragen was man sieht, hört und fühlt. Ist man nicht im Moment, lebt man entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Wenn man das tut, rauscht das Leben vorbei und man hat nichts wirklich erlebt. Es gibt dazu einen wunderschönen Text von Susanna Tamaro aus dem Buch „Geh wohin dein Herz dich trägt“:
„Jemand-oder der Wind-wirft dich plötzlich in einen Fluß, und dank des Stoffes, aus dem du bestehst, schwimmst du, anstatt unterzugehen; schon das erscheint dir wie ein Sieg und sofort lässt du dich treiben, gleitest rasch in der Richtung dahin, in die der Strom dich trägt; ab und zu bist du wegen eines Wurzelknotens oder eines Steins zu einer Pause gezwungen, das Wasser zerrt eine Weile an dir, dann steigt es wieder und du befreist dich, schwimmst weiter; wenn der Fluß ruhig dahinfließt, schwimmst du oben, wenn Stromschnellen kommen, zieht es dich hinunter; du weißt nicht, wohin du unterwegs bist, und hast es dich auch nie gefragt; auf den ruhigeren Strecken kannst dud die Landschaft sehen, die Böschungen, die Sträucher; mehr denn Einzelheiten siehst du die Formen, die Art der Farben, du bist zu schnell, um noch mehr zu erkennen; dann, mit der Zeit und der wachsenden Entfernung, werden die Böschungen flacher, der Fluß breiter, er hat noch Ufer, aber nicht mehr lange. „Wohin kommen ich?“ fragst du dich daraufhin, und genau in dem Augenblick öffnet sich vor dir das Meer.“
Ich finde, es ist eine wunderbare Metapher über das Leben, das unbewußt gelebt wird, ohne zu reflektieren und Entscheidungen zu treffen….und ohne sich selbst zu spüren.
Jeder hat jederzeit die Möglichkeit, das zu ändern…..mit Hilfe von Atmung, Yoga und Meditation zum Beispiel. Oder ein Spaziergang ALLEINE ohne Ablenkung wäre auch eine Möglichkeit.
Namasté, Eure Ingrid
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Die Leber

Die Leber liegt im rechten Oberbauch, unterhalb der Rippen, nur ein kleiner Rand ist bei einer gesunden Leber unterhalb der Rippen tastbar. Sie wiegt ca. 400 g, und durch sie fließt ca. 1,5 l Blut die Minute. Auf der Vorderseite erreicht sie die 5. Rippe, hinten den 8. Brustwirbelkörper. Von dort zieht sie bis zum 12. Brustwirbel. Sie ist an Bauchwand und Rippen befestigt, hat Kontakt zum Zwerchfell, zur Gallenblase, zur Speiseröhre, zum Magen, zur rechten Nebenniere und Niere, zu einem Teil des Zwölffingerdarms, zu einem Teil des Dickdarms. Ihren Halt findet sie durch den Druck in der Bauchhöhle und durch diverse Bänder. Sie hat eine Kapsel, die durch einen Nerven versorgt wird, der vom 3. bis 5. Halswirbel entspringt. Sie bewegt sich auf 3 Ebenen.
Für den Osteopathen interessant: sie zeigt sich gern in Problemen der Brustwirbelsäule vom 7.-10 Brustwirbel, 7. bis 10. Rippe, 4. Halswirbel und 1. Brustwirbel, und die rechte Schulter.
Ist die Leber in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, so hat das Auswirkungen auf die Mobilität des Zwerchfells, dadurch wiederum können die unteren Halswirbel blockiert sein.
Symptome für eine Leberfunktionsstörung können sein: Müdigkeit und nicht erholsamer Schlaf, Verdauungsstörungen, Seitenlage rechts oder Bauchlage werden nicht gut vertragen, Schlafstörungen mit schweißnassem Aufwachen, Schmerzen und Übelkeit im rechten Oberbauch, Unverträglichkeit von Kaffee, Alkohol, Schokolade, Eier, Schweinefleisch und Zwiebeln. Auch Kopfschmerzen, chronische Nebenhöhlenentzündung und Haarausfall werden erwähnt.
Ursache dafür kann eine abgelaufene Entzündung der Leber sein, die auch im Zusammenhang mit bestimmten Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Pfeiffersches Drüsenfieber stattfinden kann. Man kann dieses nachweisen durch einen Bluttest auf den Erreger „Epstein Barr Virus“.
Was macht der Osteopath?: Die Leber mobilisieren und die ganzen Blockierungen und Einschränkungen, die sie verursacht, auch. Man lernt in der Osteopathie Techniken, sie in allen 3 Ebenen zu mobilisieren.. wie? Über verschiedene Strukturen, die die Leber mit dem Rest verbindet (wie oben beschrieben). Zum Beispiel, Brustwirbel und Rippen deblockieren, die rechte Schulter mobilisieren, das Zwerchfell auch. Entweder mit Hilfe der Faszien oder Muskelketten oder anderen Strukturen, wie zum Beispiel Nerven.
In meiner Eigenschaft als Heilpraktikerin würde ich zu einer Leberunterstützenden naturheilkundlichen Therapie mit zum Beispiel Artischocke, Mariendistel, Curcuma, Cholin (gehört zur Gruppe der B-Vitamine). Es gibt hier sehr gute natürlich hergestellte Mittel auf dem Markt, die ich dann empfehle.
Zum Schluss möchte ich eingehen auf die Aufgaben und Erkrankungen der Leber:
Sie verarbeitet Nährstoffe aus der Nahrung, speichert Energie in Form von Glykogen und wandelt Fette und Proteine um, die wir für verschiedene Körperfunktionen benötigen.
Ein weiterer wichtiger Job der Leber ist die Produktion von Proteinen, die für die Blutgerinnung und den Flüssigkeitshaushalt im Körper wichtig sind. Ohne diese Proteine könnte unser Blut nicht richtig gerinnen und es könnten sich Flüssigkeiten in unserem Körper stauen. Die Leber speichert auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin A und Eisen, und gibt sie bei Bedarf an den Körper ab.
Zusätzlich hilft die Leber bei der Regulierung von Hormonen, einschließlich solcher, die den Zucker- und Fettstoffwechsel beeinflussen. Sie produziert Gallenflüssigkeit, die für die Verdauung von Fetten im Dünndarm unerlässlich ist. Und nicht zuletzt unterstützt die Leber unser Immunsystem, indem sie Krankheitserreger erkennt und bekämpft.
Neben all diesen Aufgaben spielt die Leber auch eine zentrale Rolle bei der Entgiftung des Körpers. Sie filtert Umweltgifte, wie Schwermetalle und Pestizide, die wir durch Nahrung, Luft und Wasser aufnehmen, sowie endogene Toxine, die im Körper durch Stoffwechselprozesse zum Beispiel bei Dauerstress, hormoneller Dysbalance oder chronischen Entzündungen & Infektionen entstehen. Diese Schadstoffe werden in der Leber abgebaut und entweder über die Galle oder die Nieren aus dem Körper ausgeschieden. Dadurch schützt die Leber den Körper vor schädlichen Substanzen und trägt maßgeblich zur Aufrechterhaltung unserer Gesundheit bei.
Krank wird die Leber, wenn sie überfordert wird. Ein Zuviel an Zucker und Fett, Alkohol, Drogen, Medikamente (auch sogenannte „Nahrungsergänzungsmittel“!!), minderwertige Nahrung kann die Leber schädigen. Fettleber, Leberzirrhose, Leberfibrose oder Leberkrebs können sie Folge sein.
Die Mariendistel (Sylibum marianum)

Es lohnt sich immer, die Leber ab und zu zu entgiften. Warum?: weil sie durch ihre Entgiftungsfunktion eh belastet ist und ein wichtiges Organ für den Stoffwechsel darstellt. Es gibt 3 Pflanzen, die dies können – und schon seit dem Mittelalter bekannt sind: Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn. Näher eingehen werde ich heute auf die Mariendistel:
Die Mariendistel gilt als Heilpflanze der Leber. Sie unterstützt die Leberentgiftung mithilfe des heilsamen Inhaltsstoffs Silymarin und fördert die Regeneration des Organs. Das Silymarin stärkt zum einen die Hülle der Leberzellen, sodass Schadstoffe schlechter eindringen können. Zum anderen beschleunigt es die Regeneration der Leberzellen, wodurch beschädigtes Lebergewebe sich schneller neu bilden kann. Zusätzlich vermuten die Forscher einen antioxidativen und entzündungshemmenden Effekt. Diese Eigenschaften machen den Inhaltsstoff zum Kern der leberschützenden Wirkung. Auch die Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) aus der Mariendistel tragen zum Schutz der Leber und deren Zellen bei.
Wegen ihrer entgiftenden Wirkung wird die Mariendistel bei Lebervergiftungen angewendet, die durch toxische Stoffe wie Alkohol, Medikamente oder Umweltgifte verursacht werden. Zudem hilft sie vorbeugend, die Leber vor diesen Giften zu schützen. Auch die Therapie von chronisch-entzündlichen Leberkrankheiten wie Hepatitis und Leberzirrhose kann die Mariendistel unterstützen.
Die Mariendistel stimuliert auch den Gallenfluss und unterstützt damit die natürliche Verdauung. Die Inhaltsstoffe der Mariendistel, wie der Pflanzenstoff Silymarin, regen die Produktion der Galle an. Ein erhöhter Gallenfluss fördert insbesondere die Fettverdauung nach einer reichhaltigen Mahlzeit. So unterstützt die Mariendistel eine gesunde Verdauung und hilft gegen typische Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen.
Viele Hautprobleme haben ihren Ursprung in einem gestörten Stoffwechsel. Wenn dieser nicht ausreichend funktioniert und nicht genügend Schadstoffe ausgeleitet werden, kann es zu Akne, Entzündungen, Ekzemen oder Flechten kommen. Die Leberentgiftung spielt eine entscheidende Rolle für den Stoffwechsel. Ist die Funktion der Leber gestört, bedeutet das mehr Stress für andere Entgiftungsorgane – darunter auch die Haut.
Mit einer gesunden Leber wiederum werden die Entgiftungsprozesse im Körper gefördert, wodurch die Haut entlastet wird. So sorgt der Körper von innen heraus für ein gesundes Hautbild.
Mariendisteltees gibt es nicht, da der Wirkstoff Silymarin nicht gut wasserlöslich ist. Es gibt Mariendistel in Form von Dragees oder Tabletten, fragen Sie gern in der Praxis nach, auch hier gibt es gute und weniger guten Produkte.
Medizingeschichte: Frauen und Gift

Diverse Gift- und Rauschpflanzen gab es im Mittelalter bis heute: Eisenhut, Schierling, Herbstzeitlose und Oleander waren sehr beliebt. Auch Arsen wurde im Mittelalter gern verwendet, da man es gut heimlich unter das Essen mischen konnte. Es war eine perfekte Methode, da ein Nachweis noch nicht möglich war. Arsen war außerdem ein gängiges Mittel, es wurde verwendet zur Herstellung von Farben für Stoffe und Tapeten.
Kaiser, Hausfrauen und Spione töten gern mit Gift. Dieser Trend zeichnet sich bereits seit der Römerzeit ab.
Bis zur Entwicklung der modernen Toxikologie wirkte Gift im Verborgenen. Wahrscheinlich war der Verdacht, es sei zum Einsatz gekommen, gefährlicher als die Verabreichung selbst. So liest sich die römische Kaiserzeit als eine einzige Folge von Giftmorden. Schon die Frau des Augustus soll ihrem Mann mit Gift nach dem Leben getrachtet haben. Caligula, Claudius, Nero, Domitian, Commodus, Caracalla, die übel beleumundeten Kaiser mehr als die guten, töteten mit Gift. Deswegen hielten sie sich Vorkoster, die aber auch begehrte Helfer waren, wenn Usurpatoren dem Imperator nach dem Leben trachteten. Manchmal soll auch ein falsch bemessener Liebestrank zum Exitus geführt haben. Gifte sind unzuverlässige Werkzeuge.
In einer Welt, in der Opfer und Gebete, Quacksalber und Alchimisten oft bessere Heilchancen versprachen als Ärzte, konnte jeder Tod, der nicht eindeutig einer Ursache zugeordnet werden konnte, mit Gift in Verbindung gebracht werden. Mit dieser Frage wurden die Listen der Verdächtigen zusammengestellt, die in den Palästen chinesischer Kaiser, muslimischer Kalifen oder osmanischer Sultane leicht von erschreckender Länge sein konnten. Papst Alexander VI. und sein Borgia-Clan wurden zum Inbegriff toxischer Politik im Okzident.
Sicheren Boden betreten Toxikologen erst im 20. Jahrhundert. Der wissenschaftliche Fortschritt stellt eine Fülle neuer Killer bereit und zugleich die Mittel, sie zu entdecken. Dabei konnte die chemische Industrie völlig neue Verbrauchergruppen erschließen, etwa mit dem Pflanzenschutzmittel E 605, dem in den 50er-Jahren viele Ehemänner und nervende Liebhaber zum Opfer fielen.
Hier sind mittlerweile mehr Offizielle und Geheimdienste diejenigen, die auf Gifte zurückgreifen, da der „normale“ Mensch ja keinen Zugriff auf Thallium oder Pollonium hat. Gottseidank!
Aktuelles: Der Wandel

Wandel, was ist das? Zeitenwandel, Energiewandel oder wende. Beschrieben wird Wandel als Veränderung, Übergang von einem Zustand zum nächsten. Als Kind lebt man selbstverständlich damit, je älter man wird, desto ängstlicher besetzt ist dieser Begriff. Hat nicht jeder mal gehört: „früher war alles besser“?
Leben ist Bewegung, Wandel. Im Außen wie Innen. Bleiben wir nicht wandelbar, beweglich, stellen wir uns gegen das Leben. Dann wird das Leben schwer und freudlos. Sich am Wandel erfreuen, so wie man sich jedes Jahr auf das Frühjahr freut. Nach einem dunklen Winter.
Ich bin sehr dankbar für die Zeiten, die ich erleben durfte, und ich freue mich auf Neues, das in mein Leben kommt. Was nicht heißt, daß ich nicht alles auf Herz und Nieren prüfe, ob es mir guttut oder nicht. Wandel kann man nicht verhindern, aber ganz oder teilweise annehmen und dadurch wachsen.
Freuen Sie sich an der wunderbaren erwachenden Natur und an den Tieren!
Namasté, Eure Ingrid
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Muskelketten

Muskelketten, was ist das? Fragen Sie sich jetzt bestimmt….Das Bild oben soll Ihnen einen Eindruck geben. Hier handelt es sich um die vordere und hintere Muskelkette, oder zumindest um einen Teil von ihr. Was man deutlich sieht, ist daß egal von welcher Seite man es betrachtet, das Becken immer eine zentrale Rolle spielt. Was hier auf dem Bild nicht zu sehen ist: alle Muskelketten enden irgendwo: entweder unter dem Fuß, also auf der Fußsohle, wo sie auch wieder von allen Seiten einstrahlen: von vorne, hinten, innen und außen. Auch an der Oberseite der Füsse. Die Muskeln ziehen über die unteren Extremitäten über 2 Gelenke und setzen unter dem Fuß an den Fußknochen an. Hieraus erschließt sich die Wichtigkeit des Fußgewölbes für die gesamte Körperstatik.
Um es jetzt ganz kompliziert zu machen: Muskeln sind nicht einschichtig. Es gibt 3 Schichten von Muskeln im Körper. Wobei ich diese Tatsache beim Erläutern belassen möchte, da es sonst zu kompliziert wird.
Es gibt auch Muskelketten, die in den Händen und sogar am Kopf enden. Sie ziehen über die Schultern, Innen- und Außenseite des Armes zu den Händen und setzen dort an, genauso wie an den Füßen, an der Handfläche, und Handoberfläche.
Es gibt mehrere Arten von Muskulatur: Quergestreifte und glatte. Quergestreifte unterliegt dem Willen des Menschen, die glatte nicht. Sie befindet sich zum Beispiel in den Organen. Die quergestreifte Muskulatur teilt sich auf in : rote und weiße Fasern, Muskeln mit Tendenz zur Verkürzung und Muskeln mit Tendenz zur Abschwächung.
Alles in Allem bedeutet das: Dehnen UND Kräftigen, im richtigen Maß. Fehlhaltungen damit behandeln, Stress damit reduzieren – denn dieser beeinflusst den sogenannten „Muskeltonus“, also die Ausdehnung oder Verkürzung der Muskulatur. Verantwortlich dafür die der sogenannte Sympathicusnerv.
Ich kann aus Erfahrung sagen, daß PatientInnen, die den ganzen Tag sitzen die gleichen Beschwerden entwickeln wie PatientInnen, die berufliche oder auch private einseitige Belastungen haben. Ganze besonders dann, wenn kein Sport getrieben wird. Wobei zum Beispiel DEHNEN nach Ausdauersport enorm wichtig ist, und Dehnen und Kräftigen sollten miteinander einhergehen.
Heilmittel für die Lunge: Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Nomen est Omen…Das Lungenkraut ist tatsächlich gut für die Lunge. Es wächst und blüht jetzt im Frühling, es hat rosa oder bläuliche Blüten.
Das Lungenkraut trägt seinen Namen nicht um sonst. Es stärkt die Lunge, findet ihren Einsatz bei Atemwegserkrankungen, Erkältungskrankheiten mit Husten und Heiserkeit aber auch bei Durchfall, Blasenentzündungen und wird als Wundpulver genutzt. Die zahlreichen Inhaltsstoffe wie Saponine, Gerbstoffe, Kieselsäure und Schleimstoffe wirken schleimlösend, schweißtreibend, zusammenziehend und reizlindernd. Man verarbeitet die Blätter, oft wird das Lungenkraut als Tee eingenommen.
Heimisch ist es in Mitteleuropa. Erhältlich ist es in der Apotheke, bitte nicht selbst pflücken!
Geschichtliches: Ausleitungsverfahren nach Aschner

Hier beschreibe ich ein Verfahren, das bereits im Mittelalter hauptsächlich von Ärzten angewendet wurde. Es handelt sich darum, den Stoffwechsel zu entlasten, zu entgiften, das Immunsystem zu stärken und zu harmonisieren. Folgende therapeutische Maßnahmen wurden und werden auch teilweise heute noch angewendet:
Aderlass
Beim Aderlass wird dem Patienten eine begrenzte Menge Blut aus der Vene abgenommen. Die Menge variiert je nach Art des Aderlasses, des Krankheitsbildes und der Konstitution (körperliche und seelische Verfassung) des Patienten. Die Wirkung ist entstauend, blutverdünnend und durchblutungsfördernd. Der Aderlass unterstützt die Ausleitung schädigender Stoffe (antidyskratische Wirkung, Dyskrasie = Störung in der Verteilung der „Körpersäfte“) und wirkt antientzündlich, krampflösend, schmerzlindernd und beruhigend. Wird auch heute erfolgreich eingesetzt bei Bluthochdruck.
Baunscheidt-Verfahren
Bei dem von Carl Baunscheidt (1809-1973) entwickelten Verfahren werden mit Hilfe eines „Stichelgeräts“ kleine Hautöffnungen geschaffen, über die krankmachende Stoffe aus dem Körper entweichen können. Ein spezielles, hautreizendes Öl (Baunscheidt Öl) unterstützt die durchblutungsfördernde, lymphflussanregende, tonisierende (kräftigende) und immunstärkende Wirkung.
Blutegel-Therapie
Die Blutegel-Therapie kommt einem sanften Aderlass gleich. Zusätzlich finden sich im Speichel der speziell für medizinische Zwecke gezüchteten Egel über 20 verschiedene Substanzen unterschiedlichster Wirkung und Wechselwirkung, die sich die Therapie zu Nutze macht.
Schröpfen
Die Schröpftherapie gehört zu den ältesten Heilbehandlungen überhaupt – erste Hinweise darauf finden sich schon 3000 v. Chr. Unterschieden wird zwischen blutigem Schröpfen, trockenem Schröpfen und der Schröpfkopfmassage. Die Wirkung richtete sich nach der Methode. Grundsätzlich werden die Durchblutung in dem geschröpften Gebiet angeregt, der Stoffwechsel und damit der Abtransport von schädigenden Stoffwechselendprodukten verbessert, Schmerzen und Verspannungen gelindert und die Selbstregulation des Körpers unterstützt.
Leberwickel
Leberwickel fördern die Durchblutung der Leber, dem wichtigsten Entgiftungsorgan des Körpers, und werden unterstützend im Rahmen einer mikrobiologischen Therapie oder bei Fasten- und Entschlackungskuren angewendet. Sie helfen u. a. bei Verdauungsstörungen, Unruhe, Verstimmungen und wirken allgemein entspannend.
Thema heute: Maßnahmen, um wieder in die eigene Mitte zu kommen, wenn zuviel Negatives um einen herum ist, aus aktuellem Anlaß….

Natürlich, wie das Bild zeigt, einfach Rückzug, alles aus, auch das Handy, und Kerze anzünden und Meditieren. Oder Yoga praktizieren, oder in die Natur gehen und, ganz wichtig: Achtsamkeit praktizieren. Dazu gehört, daß man mit seiner Aufmerksamkeit bei sich ist und seinen Impulsen folgt. Sport kann auch wichtig sein, und sich Erden. Durch Gartenarbeit zum Beispiel, oder Spazierengehen im Wald, oder Tanzen.
Ich wünsche allen viel Erdung und Bei-Sich-Sein. Namasté!
Eure Ingrid
Ein interessanter Zusammenhang: Halswirbelsäule, Kehlkopf, Schultern und Kopf

Fast jeder hat „Nacken“. Damit ist gemeint, zumindest eine starke Bewegungseinschränkung in alle Richtungen bis hin zu starkem Knacken oder Schwindelproblemen, die nicht „weggehen“. Ich muss sagen, diese Symptome sind, so häufig es sie gibt, immer die Folge von…..:
Wenn jetzt der Patient nicht grade regelmässig Kopfstand macht oder Rugby spielt (für solche Infos ist eine ausführliche Anamnese wichtig!), ist die Wahrscheinlichkeit, daß diese Probleme ursächlich sind, gegen null. Die Osteopathie sieht ja immer Zusammenhänge, so zuallererst in verspannten Muskelketten. Muskeln ziehen von Schulterblatt und Schulter bis über das Ohr und setzen dort an. Zieht man ständig die Schultern hoch im Alltag, so kann darauf eine muskuläre Problematik entstehen, die man durch die osteopathische Behandlung zuallererst und in Folge mit Beweglichkeitsübungen beseitigen kann. Zu diesem Phänomen gehören auch die Muskeln des Kehlkopfes und der Zungengrund. Diese sind in der Regel immer mit verspannt.
Meine langjährige Erfahrung (22 Jahre) zeigt, daß eine Behandlung der Halswirbelsäule ohne Behandlung des Kopfes unvollständig ist. Sehr, sehr wichtig dabei ist, die einzelnen Schädelanteile oder Schädelknochen und vor allem das Kiefergelenk aus seinen Blockierungen zu holen. So besteht auch die Möglichkeit, daß Nackenverspannungen von verspannten Kaumuskeln herrühren, oder davon, daß beide Kiefergelenke nicht mehr optimal im Zusammenspiel sind. Äußern kann sich dieses in Kieferknacken zum Beispiel, oder wenn der Mundschluss oder die Mundöffnung nicht grade vollzogen werden können. Oder auch, wenn die Mundöffnung eingeschränkt ist. Auch Zahnkorrekturen spielen hierbei natürlich eine große Rolle.
Ein weiterer Aspekt sind die Schultern, eigentlich der gesamte Schultergürtel. Nicht nur muskulär sind die Schultern mit der Halswirbelsäule verbunden, auch knöchern. Vor allem über das Schlüsselbein, das Brustbein und die erste Rippe – die über dem Schlüsselbein liegt – gibt es Verbindungen. Ich erlebe im Alltag fast nie, daß Probleme mit der Halswirbelsäule ohne Schulterprobleme einhergehen.
Was ich sehr beachte, ist die Vorderseite: Brustbein, Rippen, Schlüsselbein und die Vorderseite der Schultern erfahren – dank unserer einseitigen Haltung im Alltag – sehr starke Verkürzungen. Warum? Weil wir an diesen Stellen nie dehnen! Die gesamte Vorderseite des Thorax sollte genauso regelmässig gedehnt werden, wie alle anderen Muskeln auch. Tun wir dies nie, folgt ein Rundrücken und zu weit vorne liegende Schultern. Was langfristig dazu führt, daß durch diese krumme Haltung eine starke Belastung der Lendenwirbelsäule und des Beckens folgt….Ein wunderbares Beispiel ganzheitlicher Medizin! Bei immer mehr jungen Leuten ist dies zu beobachten im Alltag: beim Runterschauen auf das Handy!
Seit 5000 Jahren…Aloe Vera

Außer für die Haut hat die Aloe vera-Pflanze noch viele andere Wirkungen. Eingenommen wirkt sie günstig auf die Leber, den Magen und den Darm. Kann das Immunsystem unterstützen und Sodbrennen bekämpfen. Auch Entzündungen des Zahnfleisches oder auf der Haut, z.B. Sonnenbrand kann durch Aloe vera Gel behandelt werden.
Aus den fleischigen Blättern wird der Saft gewonnen. Bei Produkten rate ich dazu, auf Reinheit des Produktes zu achten, also möglichst wenig, am Besten gar keine Zusätze.
Geschichtliches: Samuel Hahnemann, der „Erfinder“ der Homöopathie

Um 1790 hat Samuel Hahnemann wieder einmal Geldprobleme. Der völlig verarmte Mediziner muss sich mit Fachübersetzungen durchschlagen. Er bearbeitet gerade ein Buch des Schotten William Cullen, eines Medizin-Stars seiner Zeit. Dabei stolpert er über einen Satz, der sein Leben verändern wird: Chinarinde helfe gegen Malaria, wegen ihrer magenstärkenden Wirkung.
Das erscheint ihm so unplausibel, so absurd, dass er sich zu einem Selbstversuch entschließt. In den kommenden Tagen nimmt er große Mengen Chinarinde ein, will dessen Wirkung auf den gesunden Körper testen. Das Resultat: Schüttelfrost, Herzrasen, Angstzustände – es sind die Symptome einer Malaria.
Hahnemann (1755–1843) zieht aus diesem Selbstversuch einen radikalen Schluss: Die Medizin irrt, seit Jahrtausenden! Man dürfe nicht gegen das Leiden arbeiten, man müsse mit ihm arbeiten. Denn was beim Gesunden eine Scheinkrankheit hervorrufe, das kuriere die echte Krankheit. „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“, mit diesem sogenannten Simile-Prinzip überschreibt Hahnemann seine Idee und schafft die Grundlage eines neuen Gedankenexperiments: der Homöopathie (aus den griechischen Wörtern für „gleich“ und „Leiden“).
Der Blick auf sein medizinisches Vermächtnis ist zwiespältig: Seinen Anhängerinnen und Anhängern gilt er als Rebell der Medizingeschichte, in der medizinischen Forschung als Scharlatan.
Ich als Naturheilkundlerin bin von dem Prinzip der Homöopathie sehr überzeugt. Daß es funktioniert erlebe ich täglich in meinem Praxisalltag und auch privat. Selbstverständlich kann man nicht alles mit Homöopathie behandeln, es hat seine Grenzen, so wie alles andere auch.
Thema der Woche: ATMEN

Wieder einmal wähle ich Atmen zu meinem Wochenthema. Warum? Weil ich jeden Tag erlebe, daß viel zu flach geatmet wird. Leider ist noch sehr verbreitet, die Luft anzuhalten, statt tief Luftzuholen, wenn Stress, oder Belastungen anderer Art in unserem Leben sind. Ich möchte hier an dieser Stelle eine wundervolle Dokumentation in der ARD empfehlen. Wie auf dem Bild sichtbar: „Atmen- Breathe your life“ ist der Titel dieser Dokumentation. Wie wichtig und elementar Atmen ist, aus Sicht des Yogi bis hin zur Apnoetaucherin und wie das „richtige“ Atmen unser Leben verändern kann und Möglichkeiten eröffnen kann, all das arbeitet diese Doku ganz wunderbar heraus. Sehr Mutmachend und lehrend, auf jeden Fall die Stunde wert!
Viel Spaß beim Schauen, bis zum nächsten Eintrag,
Ihre/Eure Ingrid
Faszinierende Faszien

Faszien sind in aller Munde, dennoch ist es dem Einzelnen nicht so richtig klar, was das für Strukturen sind im Körper. Zunächst einmal: Faszien sind überall im Körper, die meisten von Ihnen ziehen von oben nach unten oder von unten nach oben. Es sind derbe „Häute“, feste Strukturen, die einen Schutzmantel bilden um verschiedene Körperstrukturen: um Muskeln, auch um Organe. Sie umgeben diese Strukturen wie eine Haut und schützen sie damit auch. Hier kommen sie in Berührung mit anderen Häuten, also Faszien und zwischen ihnen befindet sich Flüssigkeit. Es ist ein Netz aus Faszien, das unserem Körper Struktur und Halt gibt.
In der Osteopathie kennen wir fasziale Verklebungen und Entzündungen. Diese werden in der Osteopathie sanft gelöst und sind nicht selten der Auslöser für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Der Osteopathie ertastet solche Verklebungen und löst sie mit den Händen. Ein sehr bekanntes Phänomen ist die Verklebung und Unbeweglichkeit durch eine Narbe, die sehr große Auswirkungen haben kann, bis zu Bereichen, die von der Narbe weit entfernt sind.
Ashwagandha: DIE indische Heilpflanze

Klein und unscheinbar kommt sie daher….dabei ist sie eine ganz Große! Während ihre Wirkung hier in Deutschland auf Schlafstörungen und Hormontherapie reduziert wird, so kann diese im indischen Ayurveda viel genutzte Heilpflanze viel mehr! Sie besitzt mit ihren Withanoliden und Flavonoliden sowohl stressreduzierende Wirkung als auch entzündungshemmende Wirkung. Sie wirkt schlaffördernd, immunmodulierend, fördert die Blutbildung , wirkt sich positiv auf Herz und Lunge und auch auf das zentrale Nervensystem aus. Hormonell gesehen setzt man die Schlafbeere, wie sie auch genannt wird, zur Unterstützung der Schilddrüse und bei Wechseljahresbeschwerden ein. Sie verbessert die Gehirnleistung und senkt den Blutdruck. Auch bei Gelenkschmerzen wird die Pflanze eingesetzt. Wichtig ist das richtige, natürliche Produkt, und die richtige Dosierung. Daher rate ich Laien dringend davon ab, selbst Ashwagandha zu erwerben und zu dosieren. Bitte sprechen Sie ihren Naturarzt/in oder Heilpraktiker/in an.
Heilerinnen im Mittalter
Das verlorene Wissen der Frauen

Seit Menschengedenken hüten Frauen die Geheimnisse um das Wohl des Menschen: Sie waren Pflegerinnen, Ratgeberinnen, Hebammen und Heilkundige in einer Person und genossen hohes Ansehen. Sie kannten sich mit Heilkräutern aus, wussten die besten Standort seltener und begehrter Exemplare und waren damit vertraut, wann gepflückt werden musste, damit diese ihre magische Kraft am besten entfalten konnten. Als Hebammen beherrschten sie die Möglichkeiten der Geburtenkontrolle und wussten um die natürlichen Mittel zur Abtreibung oder Schwangerschaftsverhütung. Weise Frauen hießen sie im Volksmund.
Die „Ärztinnen des Volkes“ waren im Mittelalter die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Krankheit, Liebeskummer oder ums Kinderkriegen ging. Ihnen vertraute man viel mehr als den männlichen Ärzten, meist Kleriker, denen es untersagt war, sich mit dem Frauenkörper intensiv zu beschäftigen. Der Glaube an die Kraft der Natur und das Vertrauen in die heilende Wirkung der Kräuter – und nicht in den christlichen Gott – wurden vielen Frauen zum Verhängnis. Sie wurden der Ketzerei verdächtigt, und ihre Heilkunst galt, weil sie zu undurchsichtig war, als Hexenwerk. Im Zuge der Hexenverfolgungen gerieten sie, wie viele andere, in Misskredit und waren zum Teil grausamen Verfolgungen ausgesetzt.
Schätzungsweise 50.000 Menschen sind im Wahn der Hexenverfolgung ermordet worden, davon 80% Frauen.
Muss es immer schnell sein?

Fast food, quick entrance, möglichst viel erledigen und keinen Stopp am Tag…ist das gesund? NEIN!!! Wie zeitlich getaktet sind sie? Nehmen Sie sich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, wie Essen, die Natur genießen, einfach mal innehalten? Manche Menschen, denen ich täglich begegne, machen auf mich den Eindruck, sie wollen sich täglich selbst überholen…..Dann wird gesagt: wo ist die Zeit geblieben? Ja genau….die Zeit rast für denjenigen, der möglichst viel in den Tag packt und keine Pausen macht.
Innehalten und Atmen und sich selbst fühlen, mehrmals täglich, schon verlernt? Ich finde, dieses Herumhetzen und Rasen wird immer schlimmer. In meinem Alltag kommen Anrufe: können sie mich nicht schnell dazwischenschieben und mal eben knacksen? Nein, mache ich nicht. Grob fahrlässig wäre das, denn ich hätte ja gar keine Zeit, den Menschen richtig zu erfassen und die Gefahr der Verletzung wäre bei so einem gehetzten Menschen enorm hoch.
Manchmal fühlt es sich für mich an, als wäre das eine Form von Ablenkung. Von Problemen oder von sich selbst? Angst davor, sich selbst zu begegnen?
Dabei steckt man ja eh 24 Stunden in sich. Was für ein Quatsch, oder? Da läuft man mit sich selbst rum und hat gar keine Ahnung, was da so drinsteckt? Oder überwiegen mal wieder die berühmten negativen Emotionen wie Schuld, Scham, usw.? Die man nicht wahrnehmen möchte?
Innehalten, Atmen und Fühlen!!! Darum geht es. Mal ganz allein mit sich sein, nur dann kann man das. Ich würde es gern jedem Menschen verordnen. 3x täglich, wie eine Tablette. Wie heilsam wäre das!
Bis bald, Eure Ingrid Rauber
Die Lenden-, Becken-, Hüftregion
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Vortrag über die Lenden-, Becken-, Hüftregion von August 2024
Der rote Sonnenhut

Grosse Bekanntheit in der Apotheke erlangte der Sonnenhut wegen seiner immunstärkenden Eigenschaften. Die Pflanze steigert die körpereigenen Abwehrkräfte. Das tut sie, indem sie die sogenannte „unspezifische“ Abwehrfunktion des Körpers stimuliert. Dementsprechend findet Echinacea Anwendung bei Erkältungskrankheiten, grippalen Infekten, Infekten der oberen Atemwege, Schnupfen und dergleichen. Die Einnahme von Echinacea empfiehlt sich auch bei Infektanfälligkeit zu Beginn der Grippe- und Erkältungssaison.
Besondere Heilkraft liegt auch in der Anwendung von aussen. Dort wirkt Echinacea wundheilungsfördernd und unterstützt den Heilungsprozess bei schlecht heilenden Wunden. Eingesetzt wird sie etwa auch bei Ekzemen und Verbrennungen.
Ein wertvoller Inhaltsstoff der Pflanze ist die sogenannte Zichoriensäure. Daneben enthält sie auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, ätherische Öle, Akamide und Polysacharide.
Der Henker und seine Rolle als Mediziner
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Der Henker war früher ein gefürchteter und zugleich verachteter Mann und wurde von allen gemieden. Doch bei bestimmten Erkrankungen vergaßen die Menschen ihre Abneigung, klopften an die Tür des Henkers und baten um Hilfe. Wie kam es, dass die Henker bis ins 19. Jahrhundert als Heiler sehr gefragt waren und damit Ärzte und Apotheker verärgerten?
Im 13. Jahrhundert kam es in den meisten Ländern zu einer Trennung von Rechtsprechung und Strafvollzug. Für Letzteres stellten die Städte einen Scharfrichter ein, einen Mann, „der mit der Schärfe des Schwertes richtet“. Später setzt sich der Name „Henker“ durch, abgeleitet von „Henken“, dem Ausdruck für „Hinrichtung“. Von Anfang an gehörten Scharfrichter zu den „unehrlichen Leuten“. Als „Ehrlichkeit“ verstand man im Mittelalter und der frühen Neuzeit die Unbescholtenheit des Rufes (Leumund), die persönliche Ehre. Sie war für die soziale Stellung, das ständische Ansehen von größter Bedeutung. Dagegen bedeutete „unehrlich“ zu sein, aus der Gesellschaft ausgestoßen und von allen gemieden zu werden. Mit ihnen wollte niemand etwas zu tun haben. So wurden Henker nicht in Zünfte aufgenommen, hatten keinen Zutritt zu Wirtshäusern. Die Berührung eines Henkers führte bei ehrlichen Leuten zur „Befleckung“, also zur Unehrlichkeit. Interessant ist, dass dies nicht galt, wenn der Henker wegen einer medizinischen Behandlung aufgesucht wurde.
Wie wurde der Henker zum Heiler?
Im Mittelalter wurden die meisten Henker schlecht bezahlt und lebten in ärmlichen Verhältnissen. Deshalb war der Scharfrichter auf Nebeneinkünfte angewiesen: Er beaufsichtigte die Bordelle, reinigte die Kloaken, bestattete Selbstmörder, tötete streunende Hunde, vertrieb die Aussätzigen aus der Stadt und war als Abdecker tätig. Die Kadaver verendeter Tiere durfte er verwerten (z. B. die Haut). So gewannen die Henker Hundefett, das als Salbe für entzündete Gelenke bei Mensch und Pferd angewendet wurde. Doch die meisten Einkünfte erzielten die Scharfrichter durch ihre Tätigkeit als Heiler! Wie kam es dazu?
Die Tätigkeit des Henkers bestand im Foltern und Hinrichten. Die Folter diente zur Erpressung von Geständnissen, wobei der Henker darauf achten musste, dass beim „peinlichen Verhör“ keine tödlichen Verletzungen entstanden. Nach der Folter musste der Henker die „Schäden“ beim „Geschundenen“ behandeln, um ihn für die nächste Folter oder die Gerichtsverhandlung „fit“ zu machen. Das waren in der Regel Wunden, Verletzungen, Verbrennungen, Prellungen, Verrenkungen und Knochenbrüche. So erwarben sich die Henker im Laufe der Zeit umfassende Kenntnisse auf den Gebieten der Anatomie des Menschen und der Wundbehandlung.
Der Henker als „Pathologe“
In einigen Städten durften die Henker sogar die Hingerichteten sezieren, was den Ärzten verboten war. So gestattete der Nürnberger Rat, dem seit 1578 tätigen Henker Franz Schmidt „… den enthaupteten cörper zu schneiden und, was ime zu seiner arznei dienstlich, davon zu nehmen …“. Damit kannten viele Henker auch das Körperinnere des Menschen, die Form und Lage der inneren Organe und waren so studierten Ärzten auch auf dem Gebiet der inneren Medizin überlegen.
Da Henker bis in die Neuzeit als Ärzte und zum Teil auch als Apotheker tätig waren, führten sie bisweilen die Asklepios-Schlange im Wappen. So stellten manche Henker eigene Medikamente her und verkauften sie an ihre Patienten. Die medizinische und pharmazeutische Tätigkeit der Henker wurde von der Obrigkeit offiziell anerkannt. Viele Henker nahmen auch kleine chirurgische Eingriffe vor. Unter den Patienten des Henkers waren nicht nur arme Leute, sondern auch Bauern und deren Knechte, Handwerksmeister, Akademiker, Geistliche und Ratsherren zu finden. Und was die Behandlungskosten anging, so verlangte der Henker nur einen Bruchteil des Honorars, das ein studierter Arzt für eine Konsultation nahm.
Ständiger Streit mit Ärzten und Apothekern war vorprogrammiert.
Es ist einleuchtend, dass die Tätigkeit der Henker den studierten Ärzten und Apothekern ein ständiger Dorn im Auge war. Denn die Medici beanspruchten das Monopol der Medizin für sich, und die Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln war alleinige Aufgabe der Pharmazeuten. Ärzte und Apotheker versuchten immer wieder, ihre Mitmenschen von der fachlichen Inkompetenz der Henker zu überzeugen. Doch ohne Erfolg!
Es existiert eine Vielzahl von Dokumenten, die die jahrhundertelangen Differenzen zwischen den Berufsgruppen belegen. So beschwert sich der Peiner Arzt Dr. Loges 1708 in einer Schrift wider den Aberglauben in der Medizin: „Da laufft und schickt man offt weit nach dieser oder jener Segenssprecherin, Scharfrichterin, einem Pferde-, Kühe- oder Schweinearzt.“
Dabei hatten viele Städte eine Regelung getroffen, nach der die Henker die äußere Medizin (Chirurgie, Wundbehandlung) praktizieren durften und den Ärzten die innere Medizin vorbehalten blieb. Doch da viele Bürger mit dem Henker auch bei inneren Krankheiten gute Erfahrungen gemacht hatten, übten die Henker weiterhin „das innerliche und äußere Curieren“ aus. Ein weises Urteil fällte Friedrich der Große (1712 bis 1786), König von Preußen, als sich die Berliner Wundärzte über die Scharfrichter bei ihm beschwerten: „Wenn aber unter den Chirurgen Ignoranten seind, das Publikum darunter nicht leiden kann, sondern jene sich gefallen lassen müssen, dass sich jemand lieber durch einen Scharfrichter kurieren und helfen lasse, als ihnen zu gefallen lahm und ein Krüppel bleibe. Und also sollen sich die Chirurgi nur alle recht geschickt machen und habilitieren, so werden die Kuren der Scharfrichter von selbsten und ohne Verbot aufhören.“ Insgesamt zählten die Henker bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zum regulären medizinischen Personal.
Doch noch 1710 kuriert der Henker Curd Albrecht Dreyfing in Königslutter mit Genehmigung der Obrigkeit. Als er im gleichen Jahr stirbt, folgt seinem Sarg „ein über alles großes Gefolge sowohl von Einheimischen, alß auch von denen Dorffschaften“, was er seiner großen Beliebtheit als Heiler zu verdanken hat. Wie hart die Auseinandersetzung geführt wird, zeigt ein Brief des Chirurgen Christian Ernst Vogel in Königslutter an Herzog August-Wilhelm. Nachdem der Chirurg auf seine Verdienste als Militärarzt hingewiesen hat, bemerkt er voller Bitterkeit „… weiln die Nahrung merentheils dadurch mir entzogen wird, dass allhier Schinder (Henker), Weiber, Kuh- und andere Hirten sowohl innerlich als äußerliche Curen verrichten und die Patienten betrogen.“
Städte regeln die Kompetenzen!
Mit der Humanisierung des Strafvollzugs im 17. und 18. Jahrhundert nahm auch die Zahl der Hinrichtungen ab. Hinzu kommt, dass die Folter nur noch selten angewandt und im 18. Jahrhundert in vielen deutschen Staaten ganz abgeschafft wurde, z. B. 1754 in Preußen. Damit fehlten vielen Henkern ihre Haupteinnahmequelle.
So klagt der Helmstedter Henker Johann Conrad Scheermesser 1748, da ihm auch das „Curieren von Menschen“ untersagt wurde: „… dass ihm viele Vorrechte im Laufe der Zeit verloren gegangen sind und er nicht mehr weiß, zu dem das Justifizieren der armen Sünder sehr selten geworden, wovon er seine Familie recht ernähren soll.“ Also versuchten viele Henker, wenn auch im 18. Jahrhundert meist verboten, von der medizinischen Tätigkeit zu leben. Als im Laufe des 18. Jahrhunderts der Rechtsstatus der „Unehrlichkeit“ aufgehoben wurde, konnten Henker und ihre Söhne legal in verwandte Berufe wie Bader und Wundärzte wechseln. Friedrich der Große gestattete 1744 den Henkern nach Ablegung eines Examens die offizielle Behandlung von Brüchen, Geschwüren und Wunden. Einige Henkerssöhne studierten sogar Medizin oder Pharmazie.
 Von der Kraft des Schweigens und Zuhörens

Früher habe ich nie verstanden, wenn es hieß: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Heute weiß ich, warum. Es geht um die Kunst, Anderen zuzuhören und ihnen den Raum zu geben, ihre Meinung oder Haltung etwas gegenüber darzulegen. Grade heute, im Zeitalter der Social Media, wo jeder seine Meinung postet und andere Meinungen einfach mit oft verletzenden Worten „niedergeprügelt“ werden, ist das ein sehr wichtiger Aspekt, den sich jeden nochmal zu Gemüte führen sollte.
Aus meiner Erfahrung bringt das Zuhören auch mit sich, daß man „schlauer“ wird. Vielleicht ist der eigene Standpunkt einfach nicht der einzige? Oder sogar der Falsche? Oft geht es den Menschen darum Recht zu haben statt etwas Neues zu erfahren.
Oft wird auch einfach die Vielfalt abgelehnt. Menschen sind eben unterschiedlich, in ihrem Aussehen und auch in ihren Meinungen.
Und ein ganz wichtiger Aspekt ist: Fragen stellen statt seine Meinung darzustellen. Durch Fragen stellen erreicht man den Anderen und erfährt auch Vieles.
In diesem Sinne: Allen einen schönen August, bis bald!
Eure Ingrid
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Die Halswirbelsäule

Den oberste Abschnitt der Wirbelsäule bezeichnet man als Halswirbelsäule oder HWS. Er verbindet den Schädel (genau: Os occiput an der Schädelbasis) mit der Brustwirbelsäule. Die HWS ist sehr beweglich und filigran. Wichtige Gefässe und andere Strukturen durchziehen die HWS. Durch Mangel an Bewegung oder einseitige Bewegung oder Belastung können einzelne Wirbel blockieren. Das bedeutet, in irgendeiner der 3dimensionalen Bewegung „stehen“ bleiben. Das führt zu muskulärer Festigkeit und damit zu Durchblutungsstörungen. Auswirkungen können Schwindel, Tinnitus oder Hörstürze sein. Auch das Kiefergelenk ist indirekt mit der HWS verbunden und kann entweder Ursache für Probleme der HWS sein, oder Auswirkungen der HWS-Blockierungen können das Kiefergelenk belasten. Nach meiner Erfahrung macht es nie Sinn, als Osteopath nur die HWS zu behandeln. Ich behandle immer das komplette Wirbelsäulensystem: vom Becken, die gesamte Wirbelsäule bis zum Kopf. Ebenso Kopfschmerzen und Migräne sind damit gut behandelbar. Interessant ist auch, daß man mit dem Behandeln der HWS auch Lunge und Leber beeinflussen kann. Das hängt mit anatomischen Zusammenhängen, z.B. einem Nerven, der die Leberkapsel versorgt, zusammen.
Der gefleckte Schierling

Das Arzneimittel wird hergestellt aus dem frischen blühenden Kraut. Conium maculatum enthält unter anderem das tödliche Gift Coniin und wurde z.B. benutzt, um Sokrates durch den sog. Schierlingsbecher hinzurichten. Phytotherapeutische Zubereitungen aus der Pflanze wurden angewendet bei Spastiken und Wirbelsäulenbeschwerden.
Symptome:
Allmähliche Lähmungen und Schwäche mit Verhärtungen auf allen Ebenen: geistig, emotional und körperlich,
Drüsenerkrankungen,
Tumorerkrankungen,
Probleme mit Schwindel, Hitzewallungen
Für Conium maculatum-Patienten gilt, dass sich Krankheitszustände allmählich entwickeln – Schwäche und Verhärtungen entstehen langsam und fast unbemerkt. Es besteht eine Neigung zur Bildung von harten Knoten in der Brust und zur Bildung von verhärteten Lymphknoten insbesondere infolge von Stoßverletzungen. Es besteht eine aufsteigende Muskelschwäche und ein Schweregefühl in den Beinen, die zu Lähmungen führen können.
Charakteristisch für Conium maculatum ist der drehartige Schwindel bei jeder Veränderung der Lage, v.a. beim Hinlegen und Umdrehen im Bett, sowie trockener Husten durch trockene Stellen und oder Kitzeln in der Luftröhre oder im Kehlkopf.
Der Medicus

Was ist der Unterschied zwischen Medicus und Bader? Ab dem ca. 11. Jahrhundert war der Medicus ein Arzt, der studiert hat, operieren und Diagnosen stellen kann. Damit setzt er sich ab vom Bader, der umherzieht und sowohl Haare schneidet, als auch Tinkturen verkauft und Zähne zieht. Aus dem Medicus entwickelt sich die spätere Ärzteschaft. Studieren konnte man in Europa aber noch nicht. Da war der Orient viel weiter, wo es sogar schon so eine Art Klinken gab, wie z.B. in Isfahan, heutiger Iran. Studieren durften dort aber keine Christen im Mittelalter, nur Juden und Mohammadaner.
Ursache und Wirkung

Ein sehr wichtiges Thema: Ursache und Wirkung…was meine ich damit?
Da, wo meine Aufmerksamkeit hingeht, dahin fliesst meine Lebensenergie. Daher ist es wichtig, sich selbst sehr klarzumachen, welch Geistes Kind ich bin. Wo gehen meine Gedanken, meine Gedankenformulierungen hin? Negativ oder Positiv? Von Angst geprägt? Welches Gefühl habe ich meinem Leben gegenüber? Positiv oder Negativ? Welche Situationen oder Menschen begegnen mir? Es lohnt sich, sich diese Dinge sehr klar zu machen. Denn:
Wir erschaffen alle mit unseren Gedanke, Gefühlen und Einstellungen unsere Lebenswirklichkeit. Das, was wir denken und fühlen geht in die Welt und kehrt wie ein Boomerang zu uns zurück.
Ein Anfang ist: Schreiben Sie sich Ihre Gedanken auf! Kommen da Dinge vor, wie: das schafft ich nicht? Da kann ich Ihnen nur raten: nutzen Sie das Wort „noch“. Ich schaffe das noch nicht, öffnet zumindest die Möglichkeit, es zu schaffen. Und ganz wichtig ist, gehen sie behutsam mit Worten um. Machen Sie sich bei allem, was Sie denken und sagen klar: möchte ich das so in meinem Leben? Wenn nicht, formulieren Sie Ihre Gedanken um. Und: nutzen Sie nur positive Formulierungen. Z.B. statt: „Ich möchte nicht krank sein“, „Ich möchte gesund sein“, oder besser noch: „Ich bin gesund“.
Ihnen allen eine wunderschöne Frühsommerzeit, bis zum nächsten Eintrag, Ihre /Eure Ingrid!
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Das Becken

Für mich als Osteopathin bildet das Becken eine zentrale Stelle im Körper. Hier bündeln sich Kräfte von Ober- und Unterkörper, sprich Beine.
Wie man oben im Bild wunderbar sehen kann, gibt es ein Gelenk: das Kreuz-Darmbeingelenk. Das Kreuzbein hat die Wirbelsäule über sich und reagiert auf Oberkörperbelastungen (Schweres Heben zum Beispiel), die beiden Darmbeinschaufeln reagieren auf Belastungen der Beine und Fußfehlstellungen. So kann es vorkommen, daß sowohl Kreuz- als auch Darmbein blockiert sind. Dieses kann zu Rückenschmerzen, Hexenschuss, bis hin zu Bandscheibenvorfällen führen. Durch Züge der Muskelketten kann es passieren, daß eine Seite des Beckens viel höher steht als die andere. Das kann beide Knochen betreffen, sowohl Kreuz- als auch Darmbein. Ich behandle das Becken IMMER, auch wenn der Patient mit Halswirbelsäulenbeschwerden kommt, weil ich im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht habe, daß ein behandeltes Becken das gesamte Körpersystem wieder ins Lot bringen kann.
Okoubaka aubrevillei

Okoubaka aubrevillei ist ein Urwaldbaum, der zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae)gehört. Er ist vor allem in Ghana, Nigeria und an der Elfenbeinküste verbreitet. In der westafrikanischen Sprache Anyin bedeutet der Name „okou baka“ Todesbaum. Die Einheimischen nennen ihn sicher deshalb so, weil er andere Bäume in seiner Umgebung parasitär befällt und diese abtötet. Er steht auf kleinen Lichtungen, denn kaum ein anderer Baum wächst in seiner direkten Umgebung. In der afrikanischen Volksmedizin setzt man schon seit langem die getrocknete und pulverisierte Rinde des Baums als Arznei gegen Vergiftungen ein. 1972 gelangte die Okoubaka-Rinde nach Deutschland, nachdem eine Homöopathin diese als Geschenk für die Behandlung eines Westafrikaners erhalten hatte. Dadurch begann die systematische Erprobung des pflanzlichen Arzneimittels.
Aus der Rinde des seltenen westafrikanischen Baums wird in pulverisierter Form eine typische Gerbstoffdroge hergestellt. Ihr werden eine entgiftende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. In der Praxis findet der pflanzliche Wirkstoff breite Anwendung. Okoubaka eignet sich sowohl zur therapeutischen als auch zur prophylaktischen Einnahme, beispielsweise bei Fernreisen.
Gerbstoffe haben eine austrocknende und entzündungshemmende Wirkung, die besonders auf der Haut und der Schleimhaut gegen Bakterien hilft. Sie dichten ab und bilden eine schützende Membran, wodurch sie das Eindringen von Bakterien verhindern. Ihre Einsatzgebiete sind mannigfaltig:
Hauterkrankungen, Entzündungen in Mund- und Rachenraum, schnelle Wundheilung allgemein, Magen-Darmentzündungen, Vergiftungen, Erkrankungen Magen- Darmtrakt, Leber-,Galle und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Reizdarmsyndrom, Vergiftungen durch Lebensmittel und Schwermetallbelastungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verdauungsstörungen, Reiseprophylaxe, Erbrechen, AllergienÂ
Mit seiner Wirkung kann Okoubaka auch bei allgemeinen Entgiftungstherapien (zum Beispiel durch Umweltbelastungen) hilfreich sein. Die negativen Folgen für den Magen-Darm-Trakt bei der Antibiotika-Einnahme neutralisiert Okoubaka ebenfalls und unterstützt die infektiöse Behandlung.Â
Okoubaka kommt vorrangig bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zum Einsatz. Eine prophylaktische Behandlung hat dabei zu sehr guten Ergebnissen geführt. Bei Reisen in südliche Länder oder bei Fernreisen ist es ein sinnvoller Bestandteil der Reiseapotheke. Eine Einnahme vor Reiseantritt sowie während der Reise kann Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Infekten vorbeugen.
Zudem hilft es unterstützend bei einer Nahrungsmittelumstellung, bei konventionellen Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie bei Lebensmittelvergiftungen. Okoubaka verschafft auch beim Reizdarm-Syndrom Linderung.
Der Bader

Einerseits waren Bader die „Ärzte der kleinen Leute“, die sich keinen Rat bei den studierten Ärzten leisten konnten. Andererseits waren sie aber bis ins 18. Jahrhundert wichtige Gehilfen der akademisch gebildeten Ärzteschaft, weil diese die Behandlung von Verletzungen und offenen Wunden sowie chirurgische Eingriffe scheuten. Man schröpfte oder ließ zur Ader, auch wurde schon mal der Star gestochen. Man kannte antibiotisch wirkende Tinkturen, auch kleinere Eingriffe konnte der Bader vollbringen.
Ihr Beruf umfasste das Badewesen, Körperpflege, Kosmetik und Teilgebiete der sich erst entwickelnden Chirurgie, Zahnmedizin und Augenheilkunde. Neben dem Bader arbeitete im Badehaus oft ein Scherer oder Barbier, der für das Haareschneiden und Bartscheren zuständig war.
Die verschiedenen Berufe, wie Masseur, Kosmetikerin oder Zahnarzt entwickelten sich erst viel später. Auch die ärztlichen Berufe, wie Chirurg, kamen erst später.
Im nahen Osten, vor allem im heutigen Iran oder Irak war die Medizin viel weiter entwickelt. Dort gab es sogar Universitäten (Isfahan im Iran). Diese waren aber für Christen nicht zugänglich, nur für Moslems und Juden.
Sehr gut recherchiert ist dieses im Roman „Der Medicus“ von Noah Gordon.
Angelegenheiten

Ich erlebe es sehr häufig, daß sich erwachsene Menschen außerhalb ihrer Angelegenheiten befinden. Aus meiner Sicht ein riesiges Ablenkungsmanöver von sich selbst.
Drei Arten von Angelegenheiten (nach Byron Katie):Â
„Es gibt nur drei Arten von Angelegenheiten, Meine, Deine und die Gottes oder des Universums oder von Mutter Erde – wie auch immer Sie es nennen wollen.
Es ist MEINE ANGELEGENHEIT, wenn ich mein Haus, das vom Wetter arg gezeichnet ist, nicht neu streiche.
Es ist DEINE ANGELEGENHEIT, wenn du ein Problem mit dem vom Wetter arg gezeichneten Haus hast.
Es ist die Angelegenheit Gottes oder des Universums, daß die Sonne scheint oder der Wind bläst und mein Haus entsprechend dadurch gezeichnet wird.
„Wenn ich denke, daß ich weiß, was du denkst und was gut für dich ist, dann lebe ich gedanklich in deiner Angelegenheit. Die Folgewirkung hiervon ist Trennung und Einsamkeit. Wenn du da drüben bist und dein Leben lebst und ich auch bei dir da drüben bin (gedanklich) und dein Leben lebe, dann bist du da drüben mit dir und ich bin da drüben mit dir und dann ist keiner hier für mich. Natürlich fühle ich mich dann einsam und getrennt! Ich vereinsame mich selbst. Niemand anderer verursacht mein Alleinsein-Gefühl. Ich mache das.“
Byron KatieÂ
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Der Fuß
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Unseren Füße, die uns durch das Leben tragen, gebe ich in meinen Behandlungen eine ganz besondere Bedeutung. Ich betrachte sie nach Stellung der Knochen zueinander, muskuläre Spannungen, Bänder, die überdehnt sein können. Fußfehlstellungen müssen zwingend durch eine sinnvolle Einlagenversorgung korrigiert werden. Ich bin hier Verfechter einer aktivierenden Einlage, die dem Fuß durch Impulse zeigt, wie und an welchen Stellen er sich aufrichten muss.
Warum ist der Fuß so immens wichtig? Weil Fehlhaltungen und Fehlstellungen sich nicht nur auf Sehnen, Muskeln und Bänder auswirken können (Fersensporn, Achillessehnenprobleme, etc.), sondern sich als Ursache für Fehlhaltungen an sämtlichen Gelenken, dem Becken, der Wirbelsäule bis zum Kopf und Kiefergelenk durch den gesamten Körper ziehen kann.
Den Fuß an sich behandelt man in der Osteopathie gern chiropraktisch. Sowohl Fersenbein als auch einer der Fußwurzelknochen können blockiert sein und es ist immer eine Erleichterung beim Patienten, wenn die Spannung der Plantarfaszie nachlässt.
Symphytum oder Beinwell

Symphytum fördert die Heilung von Knochenbrüchen, Knochenhautverletzungen, Sehnen-, Muskel- und Bandverletzungen sowie stumpfen Verletzungen. Es wird bei akuten, gerade erst aufgetretenen Verletzungen angewendet, aber auch dann, wenn solche Schäden (besonders Knochenbrüche) schon länger zurückliegen, aber nur langsam und schlecht heilen.
Symphytum ist sowohl zum Einnehmen von Tabletten oder Globuli auf dem Markt, als auch in Salben anwendbar.
Die Frau als Heilerin im Wandel der Geschichte

Im Altertum bis ins tiefe Mittelalter waren Frauen damit betraut zu heilen, und hoch angesehen in der Gesellschaft, in der sie lebten. Sie haben Kinder auf die Welt gebracht, kannten sich hervorragend in der Kräuterheilkunde aus und waren dafür zuständig, auch Kriegern, die von der Schlacht heimkehrten, ihre Wunden zu heilen.
Das änderte sich schlagartig mit dem Beginn der Hexenverfolgung im 15. Jahrhundert. Plötzlich sahen sich diese sehr wissenden Frauen verfolgt und vom Tod bedroht. Dieser Wahnsinn hielt an bis ins 18. Jahrhundert. Viel Wissen ist leider seitdem verlorengegangen, da diese Heilerinnen ihr Wissen mündlich an ihre Nachfolgerinnen weitergaben. Dieses gründete hauptsächlich auf Erfahrungswerten. Die Bandbreite ihrer Kunst war groß, von Verhütung über Blutstillung bis zur Drehung des Kindes im Mutterleib vor der Geburt. Auch Abtreibungen wurden von den Hebammen durchgeführt.
Leider ist der Hebammenberuf heute wieder sehr eingeschränkt worden. Abitur ist Voraussetzung, und vor Kurzem wurde eingeführt, daß man für den Hebammenberuf studieren muss. Das grenzt den Kreis der Frauen leider sehr ein. Es gäbe bestimmt auch hervorragende Hebammen, die „nur“ mittlere Reife haben. Diese Entwicklung hat zur Folge, daß es immer weniger niedergelassene Hebammen gibt, die sowohl die Vorsorge als auch die Nachsorge nach einer Geburt über längere Zeit begleiten.
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 Wie wichtig ist Erdung?

Was bedeutet es, geerdet zu sein?:
Geerdet sein – was heißt das und wie macht es sich bemerkbar? Geerdet zu sein bedeutet, Wurzeln zu haben: Die Füße sind fest auf dem Boden verankert, der Kontakt zum Boden ist jederzeit spürbar. Im übertragenen Sinn heißt es, dass jemand innere Stabilität hat und nicht so leicht umzuwerfen ist, wenn ihm mal der Wind ins Gesicht weht. Menschen, die sich erden, sind weniger leicht aus der Ruhe zu bringen. Sie leben ihr Leben in Balance, verlieren zwar nicht den Blick aufs große Ganze, aber wissen, was das Wesentliche in ihrem Leben ist und fokussieren ihre Energie darauf. Ein Mensch, der den Kontakt zum Boden nicht verloren hat, reagiert auch in stressigen Situationen oft ruhig und besonnen. Er bleibt eher gelassen, wenn es mal hektisch wird. Das macht solche Menschen auch angenehm im Umgang, denn sie können beruhigend auf andere wirken. Menschen, die geerdet sind, beschäftigten sich außerdem nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit der Welt um sie herum.
Wie erdet man sich?:
Es gibt mehrere Dinge, die erdend sind:
– sich mit den Händen in der Erde bewegen, Gärtnern oder ähnliches
– Laufen, und dabei ganz bewußt den Boden unter den Füssen spüren, auch barfuß
-Zeit mit Tieren verbringen
-Sich vergegenwärtigen, was alles gut im Leben ist und in das Gefühl der Dankbarkeit gehen
-Loslassen, was nicht guttut und was belastend und stressend im Leben ist
-Gesunde Ernährung, wenig Stress und viel Bewegung
So, das war mein erster Eintrag auf meiner neuen Homepage. Ich hoffe, Sie hatten Freude beim Lesen. Jetzt kommen wieder häufiger und regelmässiger Einträge!
Bis bald, Eure Ingrid
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